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Döring, N. (1996). Soziale Netze + Computernetze = glückliche Verbindungen?
Forum Medienethik, Nr. 2/96 (Weltbild per Mausklick - Leben im digitalen Netz), 45-51.

Dieser Online-Artikel ist eine geringfügig  modifizierte Fassung des Zeitschriften-Beitrages.


Soziale Netze + Computernetze = glückliche Verbindungen?

© 1996 Nicola Döring

 

Heute nutzt eine wachsende Zahl von Menschen privat und beruflich Computernetzwerke (für aktuelle Studien zur Netz-Population siehe das Studien-Archiv von w&v). Was sich im einzelnen hinter Netznutzung verbirgt, sieht unterschiedlich aus: Wir können per Netz in Archiven, wissenschaftlichen Datenbanken und Online-Bibliotheken recherchieren, Software kopieren, Bücher, CD ROMs oder Gummibärchen einkaufen, Bankgeschäfte erledigen und Reisen buchen, Lehrmaterialien bearbeiten, virtuelle Museen besuchen, elektronische Zeitschriften und Bücher lesen, einfach nur zur Unterhaltung durch das World Wide Web "surfen" und eigene Informationsangebote publizieren.

Zudem spielt zwischenmenschliche Kommunikation im Netz eine große Rolle. Netzkommunikation als Tippen-auf-der-Computertastatur-und-Lesen-vom-Monitor kann privat (via Email oder Chat zwischen zwei Personen) und öffentlich in einer kleinen Gruppe oder unüberschaubaren Masse stattfinden (z.B. in Mailinglisten und Newsgroups, auf Chat-Channels sowie in textbasierten und grafischen virtuellen Realitäten, den sog. MUDs [Multi User Dungeons/Dimensions] und Avatar-Welten). Wie wirkt sich solche Netzkommunikation auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen aus?

 

Medienökologie

Häufig wird vermutet, dass Computernetze Menschen voneinander entfremden, Netz-Kontakte anonyme Pseudo-Kontakte und Netz-Gemeinschaften nur Schein-Gemeinschaften sind, dass Menschen im Netz fiktive Rollen spielen und aus der Realität flüchten. So warnt Jürgen Habermas, dass Netz-Gemeinschaften durch "Tribalisierung" die Zersplitterung der Gesellschaft vorantreiben. Neil Postman betont, dass es bedeutungsvolle "Konversation" und echte "Gemeinschaft" im Netz überhaupt nicht geben kann. Und Joseph Weizenbaum moniert, dass Netz-Nutzer primär "Datenmüll" austauschen. Man wundert sich, woher diese und andere Netzkritiker so genau wissen, was in den weltweit von Millionen Menschen bevölkerten Computernetzen so alles vor sich geht und wie es zu bewerten ist. Angesichts der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten ist es problematisch, pauschal von den Folgen der Netznutzung zu sprechen. Stattdessen ist genau zu differenzieren, wie oft und wie lange eine Person oder Personengruppe welche Netz-Angebote zu welchem Zweck nutzt und wie sich dieses Nutzungsmuster in ihre sonstigen Alltagsaktivitäten einfügt.

Traditionell stehen sich in der Medienforschung technikdeterministische (medienzentrierte) und kulturalistische (nutzerzentrierte) Wirkungsmodelle gegenüber. Dass beide Positionen in ihrer Reinform überspitzt und einseitig sind, ist offensichtlich: Weder sind Mediennutzerinnen und -nutzer nur passive Opfer übermächtiger "Medienwirkungen", noch könne sie durch ihr kompetentes und aktives "Nutzungsverhalten" Medien in beliebiger Weise völlig frei umfunktionieren. Vielmehr sind Computernetzwerke und ihre Dienste aus medienökologischer Sicht als Umwelten zu sehen, die durch ihre spezifische "Architektur" Optionen und Restriktionen für das Verhalten und Erleben der Beteiligten bereithalten und dementsprechend (innerhalb medienbedingter Grenzen) individuell und kollektiv durch Handeln und Diskurs angeeignet und verändert werden.

Wer davon schwärmt, dass Computernetze ihren Nutzerinnen und Nutzern quasi automatisch neue Beziehungen und Gemeinschaften bescheren, argumentiert ebenso technikdeterministisch wie die Netzkritik, die von automatisch eintretender Kommunikationsverarmung und zwischenmenschlicher Isolation ausgeht. Die psychologische, soziologische und kommunikationswissenschaftliche, zum großen Teil von Wissenschaftlerinnen getragene Forschung zu den sozialen Implikationen computervermittelter Kommunikation hat seit den 80er Jahren eine Fülle von Untersuchungen zur Netzkommunikation in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und in der Wissenschaft hervorgebracht. In den letzten Jahren interessiert sie sich zunehmend auch für private Netzkommunikation in Internet, Usenet, Mailbox-Netzen und Online-Diensten. Dabei setzt sie die Formulierung von Fragen und den sorgfältigen Abgleich zwischen Beobachtungsdaten und theoretischen Modellen an die Stelle vorschneller Antworten und moralisierender Bewertungen.

 

Beziehungsveränderungen bei Netz-Abstinenz

Von Computernetzen ist nicht nur die Minderheit betroffen, die sie nutzt, sondern auch die Mehrheit, die abstinent geblieben ist - und dies zum Teil wohl auch bleiben wird. Sei es aus finanziellen Gründen, sei es, weil Zeit und Mühe in die Auseinandersetzung mit der Technologie zu investieren, ihnen nicht lohnenswert erscheint. Wenn Netz-Abstinente und Netz-Aktive aufeinandertreffen (z.B. weil die eigenen Kinder, Freundinnen oder Lebenspartner sich plötzlich Rechner und Modem zulegen), können spezifische Konflikte und Veränderungen der Beziehungsqualität resultieren. Dass der Computer Eifersucht auslöst, wenn Bezugspersonen ihm allzu viel Zeit widmen, ist sprichwörtlich. Noch viel virulenter wird Eifersucht, sobald der Computer vernetzt ist. Dann richtet sich die Aufmerksamkeit der Nutzerin bzw. des Nutzers nämlich nicht nur auf den Mensche-Maschine-Dialog, sondern auch auf computervermittelte Kontakte zu Menschen aus Fleisch und Blut. Netz-Aktive erweitern ihre sozialen Netzwerke über Kommunikationswege, von denen Netz-Abstinente ausgeschlossen sind, zudem erwerben sie oft prestigeträchtige Kompetenzen. Dies kann kompetenzbasierte Autoritätsverhältnisse verändern, etwa wenn junge Leute ihren Eltern und Lehrern immer häufiger in wichtigen technischen und (damit auch kulturellen) Fragen überlegen sind.

Schließlich haben Netz-Abstinente, die ihr Wissen über Computernetze primär aus Presse und Rundfunk beziehen (müssen), wo oft genug von den "vier apokalyptischen Reitern" (Pornografie, Neonazi-Propaganda, Bombenbau-Anleitungen, Drogenhandel) die Rede ist, oftmals wenig Chancen herauszufinden, welche Informations- und Kontaktmöglichkeiten sie verpassen. Allenfalls im Berufsleben werden sie häufiger damit konfrontiert, dass Netz-Aktive Vorteile haben. So bekommen Personen ohne E-mail-Adresse im wissenschaftlichen Bereich eine wachsende Zahl von Rundschreiben, Newslettern und Fachzeitschriften nie zu Gesicht, weil diese nur via Netz verbreitet werden. Gerade wenn Netz-Abstinente jedoch beruflich unter Druck geraten, sich mit der Technik zu befassen, werden sie Computernetze zunächst kaum als sinnvolle Bereicherung ihres Lebens begrüßen, sondern eher als Belastung und Bedrohung wahrnehmen - keine gute Voraussetzung für enagagiertes Lernen.

Soll der Einsatz von Computernetzen sozialverträglich gestaltet werden, müssen wir uns unter anderem fragen, wie Ausgrenzung und Konflikte zwischen Netz-Aktiven und Netz-Abstinenten zu verhindern sind (z.B. über seriöse Berichterstattung in den Massenmedien, Einführungskurse an allgemeinbildenden Schulen und Volkshochschulen sowie bezahlbare Telekommunikationstarife). Hinter der Forderung nach dem kostengünstigen Netzzugang für alle steht die Sorge, dass Netz-Abstinenz nicht nur Informations-, sondern vor allem auch Kommunikations-Armut bedeuten kann.

 

Beziehungsveränderungen durch Netz-Nutzung

Wir alle nutzen eine Reihe von "Techniken", um mit unseren Bekannten, Freunden und Angehörigen in Verbindung zu bleiben: Gedankliche Kontakte und Gespräche mit Dritten über den Beziehungspartner spielen eine wichtige Rolle; hinzu kommen Telefonate und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter; gegenseitige Besuche und Treffen (sofern man nicht zusammen wohnt) sowie gelegentliche schriftliche Botschaften, Briefe und Faxe. Durch Computernetze erweitert sich das Spektrum der Kommunikationsmöglichkeiten, auf das Beziehungspartner zurückgreifen können.

Insbesondere E-mail stellt eine gute Methode dar, soziale Netzwerke zu verdichten. Persönliche Treffen oder Telefonate werden durch E-mails nämlich nicht verdrängt, sondern durch die spezifischen Qualitäten der E-mail-Kommunikation ergänzt. Da ist zunächst die Unaufdringlichkeit der E-mail - gepaart mit Schnelligkeit. All jene Situationen, in denen wir uns auf gedankliche Kontakte beschränken müssen, weil weder ein persönliches Treffen noch ein Telefonat möglich ist, sind für E-mail-Kontakte prädestiniert. So nutzen nicht nur in den USA eine Reihe von Eltern das Internet, um mit ihren auswärts studierenden Kindern in Verbindung zu bleiben. Eine Mutter, die zu später Stunde nicht schlafen kann und ihrer 2.000 Kilometer entfernt lebenden Tochte eine E-mail schickt, kann sogar mit einer prompten Antwort rechnen, wenn die Tochter selbst noch am Computer sitzt, um ein Referat zu beenden oder sich auf eine Prüfung vorzubereiten. Was die Kontaktschwelle bei E-mail senkt, ist neben der Unaufdringlichkeit auch der geringe Arbeitsaufwand. Kein Suchen nach Papier und Briefmarken, kein Gang zum Postamt oder Briefkasten, und das Mitschicken digitaler Texte (oder anderer Dokumente) ist ohne Besuch im Copy Shop möglich.

Aber ist die üblicherweise mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern, umgangsprachlichen Wendungen und Comic-Sprache durchsetzte E-mail nicht letztlich ein defizitärer Ersatz für den herkömmlichen Brief, der - sorgfältig formuliert und mit dem Stift auf schönes Papier geschrieben - eine viel persönlichere Note trägt? Wir schreiben im Mittel etwa 1-2 private Briefe pro Monat; Netznutzer kommen leicht auf mehr als 1-2 private E-mails pro Tag (herkömmliche Briefe erhalten sie obendrein), was nicht gerade auf mediale Substitution hindeutet. E-mails sind nicht, wie ihre Name suggeriert, einfach das digitale Dublikat des analogen Briefes, sondern repräsentieren sprachlich durch ihre Mischung aus Mündlichkeit und Schriftlichkeit (Oraliteralität) eine genuin neue, verglichen mit dem analogen Brief eher spielerische, spontane und informelle Kommunikationsform. Gerade die Korrespondenz zwischen Arbeitskollenge ist dank E-mail teilweise viel persönlicher gewarten, da der Giff zum förmlichen Gechäftspapier und der Gang ins Sekretariat entfallen und man gleich selbst in die Tastatur greift, um eine Frage zu stellen, Erfahrungen auszutauschen, einen interessanten Artikel aus einer Online-Zeitschrift oder Newsgroup weiterzugeben.

E-mail-Austausch kann bestehende Beziehungen intensivieren, weil häufigere Kontakte zustandekommen und man sich schriftlich zuweilen offener äußert als mündlich. Mittels E-mail kann man eine Beziehung aber auch untergraben, z.B. indem man nicht antwortet oder im anderen Extrem einfach zu oft mailt, Themen anschneidet, die besser mündlich zu klären wären, Texte sachlich kalt und schwer verständlich formuliert oder vertrauliche E-mails an Dritte weiterleitet (im Netz per Tastendruck möglich). Manche lieben, andere fürchten unangekündigte spontane Besuche. Manche telefonieren gerne stundenlang, andere schwören auf Anrufbeantworter. Einige legen auf handschriftliche Briefe, andere auf regelmäßige E-mails großen Wert. Damit soziale Beziehungen "funktionieren", kommt es unter anderem darauf an, Medienwahlen zu thematisieren und Kontakte gemäß den Medienpräferenzen der beteiligten Personen zu gestalten. Die Vervielfältigung der Kommunikationsmöglichkeiten sollte vor allem nicht in Kommunikationszwang ausarten.

 

Neue Beziehungen durch Netz-Nutzung

Während die herkömmlichen Telekommunikationsmedien (Telefon, Anrufbeantworter, Fax, Brief etc.) weitgehend auf Individualkommunikation beschränkt sind, bieten Computernetze diverse Formen der Gruppen- und Massenkommunikation. Dadurch ist es möglich, im Netz neue Leute kennenzulernen. Tatsächlich ist das sogar bei der Mehrzahl der Netz-Nutzerinnen und -Nutzer der Fall. Am einfachsten ist das Kennenlernen in virtuellen Spiel- und Freizeitumgebungen (MUDs, Avatar-Welten) und auf Chat-Channels bzw. in Chat-Rooms, wo unmittelbares Aufeinander-Reagieren möglich ist. Diese virtuellen Orte sind Kneipen und Parties vergleichbar: Man möchte sich gut unterhalten und miteinander amüsieren; formale Rollen und sozialer Status sind dabei nebensächlich, was zählt ist die soziale Kompetenz. Face-to-Face ist uns nicht jede/r sympathisch - und im Netz wahrlich auch nicht. Wer in einen Chat-Channel hereinplatzt mit der Frage "Wo sind hier die Frauen?" und drei Minuten später moniert "Nichts los hier!", wird nachher zu berichten haben, wie langweilig es im Netz doch ist, und dass irgendwelche Spießer einem Verhaltensvorschriften machen. Ähnliches wird bezeugen, wer seinen ersten und einzigen Artikel in einer Mailingliste oder Newsgroup lauten lässt: "Hallo, hat irgendjemand Lust, mir zu mailen?".

Soziale Beziehungen entwickeln sich bekanntlich langsam. Außerhalb wie innerhalb des Netzes gedeihen sie nur, wenn wir Zeit und Engagement investieren, Persönliches preisgeben, Konflikte durchstehen und Unterstützung geben. Wer einen Chat-Channel mit witzigen Geschichten, ein MUD mit hilfreichen Programmiertips, eine Mailingliste oder Newsgroup mit intelligenten Artikeln bereichert, wird bald E-mails von anderen Netzaktiven bekommen, Lob und Kritik ernten und schließlich das eigene Kontaktnetz vergrößern.

Netz-Beziehungen vertiefen sich nach den ersten Kontakten per Chat oder E-mail, indem die Beteiligten das Spektrum der gemeinsamen Themen und Aktivitäten erweitern, sich persönliche Informationen mitteilen, Fotos austauschen, einander ihre Netz-Freunde vorstellen und bevorzugten virtuellen Treffpunkte zeigen, Telefonate führen und sich (wenn möglich) auch persönlich treffen. Angenehme Netzkommunikation lässt den Wunsch nach einem persönlichen Treffen fast "automatisch" entstehen. Neugier spielt dabei eine große Rolle, aber auch das Bedürfnis, den im Netz gewonnenen Eindruck von der anderen Person an der "Wirklichkeit" zu überprüfen. Nicht nur wenn die Netz-Beziehung romantische Anteile hat (was gar nicht so selten der Fall ist) gestaltet sich das erste Face-to-Face-Treffen wie eine Bewährungsprobe. Geht es schief, ist auch die Netz-Beziehung beendet.

Stimmt es also doch, dass das Netz eine durch Fassadenhaftigkeit und Täuschung geprägte Schein-Realität darstellt? Jedes Kommunikations-Szenarium hält aus medienökologischer Sicht bestimmte Optionen und Restriktionen für soziale Interaktionen bereit und kommt damit in bestimmten Situationen manchen Menschen entgegen und behindert andere. Der hübsche Legastheniker macht Face-to-Face eine gute Figur, wirkt im Netz dagegen unbeholfen, dem Stotterer geht es umgekehrt - welches Medium vermittelt nun den "richtigen" Eindruck von diesen Personen? Einige Menschen bedienen sich der Anonymität, um im Netz antisozial zu handeln, viele ergreifen die Chance, im Schutz der Pseudonymität heikle Themen und intime Probleme zu besprechen. Nicht umsonst sind Selbsthilfegruppen im Netz gut etabliert.

Wenn zwischenmenschliche Kommunikation auf der Basis getippten Textes abläuft, entstehen Freiheitsgrade in der Selbstdarstellung. Einige Menschen missbrauchen diese Freiheit und verstellen sich taktisch, um daraus Vorteile zu ziehen oder anderen zu schaden. Die meisten Netz-Nutzerinnen und -Nutzer genießen es jedoch einfach, Phantasie und Kreativität walten zu lassen und Selbstaspekte zu explorieren, die im sonstigen Alltag zu kurz kommen. Ob nun ein Mann im Netz erfolgreich über längere Zeit als Frau "durchgeht", ein Taubstummer per Chat gleichberechtigt "mitredet", eine Fünfzigjährige beim lustvollen Netsex in Worte fasst, was bislang unausgesprochen blieb, eine Schülerin sich in einer wissenschaftlichen Mailingliste durch kompetente Beiträge Experten-Status verschaffen kann - solche Erlebnisse sind keine belanglosen Episoden in einer realitätsfremden Scheinwelt, sondern erhalten durch ihren interpersonalen Kontext Bedeutung und auch Riskanz. Indem wir sie interpretieren und bewerten, lassen wir herkömmliche Interaktionserfahrungen oft nicht unhinterfragt.

Ob soziale Netze und Computernetze glückliche Verbindungen eingehen, d.h. ob es gelingt, bestehende Beziehungen durch Netzkommunikation zu pflegen und zu intensivieren, Netz-Bekanntschaften zu vertiefen und ggf. über den Netz-Kontext auszudehnen, aus verwirrenden, manchmal unangenehmen Netzerfahrungen zu lernen, hängt von vielen Faktoren ab - nicht zuletzt ist es oft einfach Glückssache.

 


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